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Edelmetalle (Silber, Platin, Palladium)

Silber

Silber ist ein chemisches Element der Kupfergruppe. Sein Symbol “Ag” leitet sich vom lateinischen Wort Argentum für “Silber” ab. Silber ist ein weiß glänzendes Edelmetall mit einzigartigen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Es leitet von allen Metallen Elektrizität und Wärme am besten und hat eine ausgeprägte optische Reflexionsfähigkeit. Dadurch ist es für Anwendungen in Elektrik und Optik prädestiniert.

Silber hat eine Vergangenheit und vielleicht sogar eine Zukunft als Geld. Für den standardisierten Silberhandel an Rohstoffbörsen gilt das  Währungskürzel “XAG”. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze (= 31,1035 g). Silber besitzt neben Gold ähnlich außergewöhnlich gute Verarbeitungsqualitäten. Es reflektiert aber besser, als jedes andere Metall und kann außerdem hervorragend poliert werden.

Reines Feinsilber (Reinheit 999) wird oft mit geringen Mengen Kupfer legiert, damit es für Schmuckzwecke haltbarer ist. In vielen Ländern ist daher Sterlingsilber (92,5 % Silber, 7,5 % Kupfer, also 925er Silber) die Standardlegierung für Silbergeschirr und edle Silberbestecke. Sehr begehrt ist es auch bei Musikinstrumenten, da es aufgrund seiner Dichte einen schönen, warmen Ton von sich gibt, leicht zu verarbeiten ist und z. B. bei der Querflöte das empfindliche Holz ersetzt.

Silber besitzt die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle, eine hohe Wärmeleitfähigkeit und eine ausgeprägte optische Reflexionsfähigkeit. Dadurch ist es für Anwendungen in Elektrik, Elektronik und Optik prädestiniert. Die Reflexionsfähigkeit von Glasspiegeln beruht auf der chemischen Versilberung von Glasscheiben. Dieses Prinzip wird auch bei der Fertigung von Christbaumschmuck, Optiken und Licht- oder Wärmereflektoren verwendet. Ein handelsüblicher Pkw besitzt mehr als 40 silberbeschichtete Schalter zum Einschalten des Motors, zur Aktivierung der Servolenkung, der Bremsen, der Spiegel, der Fensterheber, der Schlösser und anderer elektrischer Zubehörteile. Damit ist es für den Autobau insgesamt unverzichtbar. Leiterplatten nutzen Silber für die Leiterbahnen elektronischer Schaltungen. Leiterplatten sind ein wichtiger Bestandteil aller Elektronikprodukte zur Steuerung von Flugzeugen, Automotoren, Elektrogeräten, Sicherheitssystemen, Telekommunikationsnetzen, Mobiltelefonen und Fernsehempfängern. Die meisten Computertastaturen nutzen Schalter mit Silberfolien.

Auch im professionellen Audiobereich werden anstatt Kupferkabel teure Silberkabel mit großem Durchmesser benutzt, um optimale Signalübertragung zu gewährleisten, auch bei Audiofreaks und semiprofessionellen HiFi-Freunden sind Silberkabel die optimale Wahl. Silberpaste wird in 90 % aller Photovoltaikzellen aus kristallinem Silizium eingesetzt, den am häufigsten verwendeten Solarzellen. Alle Siliziumzellen, die im Weltall zur Stromversorgung von Satelliten und Raumstationen wie der ISS eingesetzt werden, verwenden Silber als geschäumtes Metall, um den elektrischen Kontakt herzustellen. Die von den Photovoltaikzellen erzeugte Elektroenergie ist somit sehr zuverlässig. Sobald die Sonne scheint, wird umgehend Energie erzeugt. Sonnenlicht, das auf die Siliziumzellen auftrifft, erzeugt Elektronen, die vom Silberleiter gesammelt und nahezu verlustfrei zu einem stetigen elektrischen Strom gebündelt werden.

Die zukünftigen Aussichten für Silber
Die Nachfrage nach Silber durch die Schmuckindustrie ist seit Jahren stabil. Der Nachfragerückgang in der Fotographie hält sich in Grenzen und könnte durch Anwendungen in der Elektrotechnik oder der Medizin mehr als ausgeglichen werden. Mit dem technischen Fortschritt wächst auch der Bedarf. Auch hier kommen die Chinesen ins Spiel. Momentan haben sie pro Kopf nur 1/70 des nordamerikanischen Verbrauchs. Bei deren Wirtschaftswachstum wird sich das drastisch verändern.

Der Silbermarkt ist eng und das Angebot kann auch bei steigenden Preisen nicht erheblich gesteigert werden. Außerdem wird nur eine geringe Menge an Silber zurückgewonnen, da viel durch die Industrie verbraucht wird. Silber wird also im Gegensatz zu Gold nicht gehortet sondern verbraucht und somit immer knapper.

Die internationale Finanzkrise hat bereits viele Spuren hinterlassen, aber ihren Höhepunkt wohl noch nicht erreicht. Je weiter sich diese Krise entwickelt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass die physische Nachfrage von Investoren das Angebot übersteigt. Im Oktober 2008 war die physische Nachfrage so enorm angewachsen, dass die meisten Prägestätten der Welt völlig ausgelastet waren und selbst im Dreischichtbetrieb der enormen Nachfrage nach Silberanlagemünzen nicht mehr gerecht werden konnten.

Platin

Platin ist eines der am seltensten vorkommenden Metalle und galt Anfang 2006 mit Preisen über 1.000 Dollar pro Feinunze mit Abstand als das teuerste der vier Edelmetalle. Gründe hierfür sind die weltweit knappen Vorkommen und die relativ aufwendigen Methoden zur Förderung. Um eine Unze Platin mit 95% Reinheitsgehalt (handelsüblicher Standard in Europa und USA) zu erhalten, erfordert es zehn Tonnen Erz und einen 5-monatigen Veredelungsprozess.

Reine Platinbergwerke gibt es vor allem in Südafrika, ansonsten fällt Platin hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Förderung von Buntmetallen an. Als wichtigste Fördernationen belegt Südafrika mit großem Abstand (80%) Rang Eins, gefolgt von Russland und Kanada.

Platin hat einen hohen Siedepunkt, ist leicht verformbar und verfügt über eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit. Darüber hinaus ist das Edelmetall widerstandsfähig gegenüber Wasser, Luft und bestimmten Säuren. Als Legierung mit dem Metall Iridium weist Platin eine sehr harte und temperaturbeständige Struktur auf. Auf Grund seiner besonderen Eigenschaften wird Platin zwar in zahlreichen Industriebranchen (Chemieindustrie, Petroleumraffinerie und Elektronikindustrie) eingesetzt. Als bedeutendste Einsatzgebiete haben sich in der Vergangenheit allerdings vor allem die Bereiche Schmuck und Automobil-Katalysatoren herauskristallisiert.

Verglichen mit Gold und Silber hat Platin eine relativ kurze Geschichte. Erst 1856 gelang dem deutschen Chemiker und Apotheker Wilhelm Carl Heraeus Platin in einer Knallgasflamme zu schmelzen und dadurch besser nutzbar zu machen.

Platin hat sehr ähnliche Eigenschaften wie Palladium. Deshalb rechnen Experten bei einer Platinknappheit oder einem hohen Platinpreis mit einer Substitution durch Palladium. Eine Ausnahme ist die Schmuckindustrie, in der sich Palladium bis heute nicht durchsetzten konnte.

Platin wird an der New York Mercantile Exchange, an der Tokyo Commodity Exchange, sowie am London Buillon Market gehandelt.

Palladium

Palladium ist ein silberweiß glänzendes Metall, das zu den vier Edelmetallen zählt. Es ist etwas härter als Platin, lässt sich aber sehr gut schmieden und wie Gold zu dünnen Folien auswalzen. Bei Raumtemperatur kann kompaktes Palladium bis zum 380fachen seines Volumens an Wasserstoff aufnehmen. Das Element tritt in der Natur fast immer zusammen mit Platin auf, jedoch nur in geringen Mengen Vereinzelt kommt es auch in gediegener Form zusammen mit den Platinerzen vor.

Palladium ist ein sehr seltenes Element, das aber noch etwas häufiger vorkommt als Gold und Platin. Häufig wird Palladium als “das günstigere Platin” bezeichnet, was daran liegt, dass beide Edelmetalle einige Ähnlichkeiten bezüglich ihres chemischen Verhaltens aufweisen. Bei Knappheit von Platin und damit verbundenen erhöhten Preisen, wird Palladium als Substitut verstärkt nachgefragt. Palladium wird in der heutigen Zeit als Nebenprodukt bei der Nickel-, Kupfer-, Blei-, Silber-, Gold und Platin-Produktion gewonnen. Es wird zusammen mit Platin gefördert und kommt auch bei der Förderung von Nickel zu Tage.

Verwendet wird Palladium vorwiegend in der Industrie (Automobil, Elektrobereich und Medizin). Das silberweiße Metall ist in fein verteilter Form (z.B. auf Aktivkohle oder Kieselsäure) ein wichtiger Katalysator für chemische Reaktionen. Palladium wird auch in Brennstoffzellen als Elektrodenmaterial verwendet und dient im zukünftigen Wasserstoffauto als Speichermaterial für Wasserstoff. Weißgold ist eine Gold-Palladium-Legierung mit einem Goldanteil von ca. 60-80%. Die Legierung wird gerne in Ringen und Schmuckstücken verwendet.

Entdeckt wurde das Edelmetall 1803 von William Hyde Wollaston. Er benannte es 1804 nach dem zwei Jahre vorher entdeckten Asteroiden Pallas, der wiederum nach der griechischen Göttin Pallas Athene benannt worden war.

Gehandelt wird Palladium an der New York Mercantile Exchange (Abteilung COMEX) und am London Buillon Market.